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1920er Jahre

Konzeption

Erste architektonische Pläne für das Heizkraftwerk

1937

Bauplanung

Der Bau des Heizkraftwerks Aubing wird unter der Leitung der Reichsbahndirektion München geplant.

1940

Bau des Kraftwerks

Als Teil des Projekts der Münchner Ost-West-Achse beginnt 1940 der Bau des Heizkraftwerks, doch bereits zwei Jahre später wird der Bau gestoppt. Das Kraftwerk bleibt zunächst unvollendet. 
Der zeittypische Industriebau aus roten Mauerziegeln beeindruckt durch den kubischen Baukörper und imposante Architekturelemente, die ihre Formensprache der Antike entlehnen. Das Zusammenspiel von Stahlbeton-Tragstruktur und Industrieziegeln und klassizistischen Elementen macht das Heizkraftwerk in seiner monumentalen Schlichtheit zu einem Paradebeispiel des architektonischen Geists zur Mitte des 20. Jahrhunderts.

1950

Nutzen durch die Bahn

Mitte der 1950er Jahre wird das Heizwerk durch einfache Baumaßnahmen der Deutschen Bahn nutzbar gemacht.

1988

Stilllegung des Heizwerks

Im Jahr 1988 erfolgt die Stilllegung des Heizwerks, das zuvor unter anderem der Wärmeversorgung des Münchner Hauptbahnhofs gedient hatte.


Bald wird das Gelände zu einem „Lost Place“, zu einem Ort nächtlicher Tanzvergnügen und einem Ziel abenteuerlustiger Architekturliebhaber·innen.

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2005

Erwerb des Heizwerks durch die Allguth GmbH

Das Münchner Familienunternehmen Allguth erwirbt das Heizkraftwerk Aubing. Ursprünglich als Firmensitz geplant, entstehen schnell erste Pläne zur kulturellen Nutzung.

2007

Denkmalschutz

Das ehemalige Heizkraftwerk wird unter Denkmalschutz gestellt. In der Begründung der Unteren Denkmalschutzbehörde heißt es dazu: „Der stattliche, eindrucksvolle Bau ist ein charakteristisches Beispiel für die Architekturauffassung in Deutschland Mitte des 20. Jahrhunderts, die dem Industriebau eine sachliche und funktionale Architektursprache einräumt, dabei aber trotzdem eine monumentale Wirkung erzielt.“

2016

Auszeichnung für Engagement im Umweltschutz

Die Allguth GmbH wird – noch vor Einreichung des Bauantrags – vom Referat für Gesundheit und Umwelt sowie dem Landesbund für Vogelschutz für ihr Engagement zum Schutz der Mopsfledermaus ausgezeichnet. Diese seltene Tierart hat sich im Keller des Heizkraftwerks einquartiert und wird dort auch nach Abschluss der Bauarbeiten beheimatet bleiben.

2017

Temporäre Nutzung als Kulturstätte

Das Heizwerk wird ein erstes Mal temporär zur Kulturstätte: Fünf Tage lang bespielt der Münchener Musiktheatermacher Mathis Nitschke mit überwältigendem Erfolg das Gebäude mit der \“Mixed-Reality-Techno-Oper\“ Maya. Zum Jahresanfang 2018 verlegt das Bayerische Fernsehen für einen Beitrag zum Faustjahr Szenen aus Faust II in die beeindruckenden Hallen des Heizwerks.

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2017

Planungs- und Entwurfsphase

Das renommierte Architekturbüro Stenger2 wird mit dem Umbau des ehemaligen Heizkraftwerks betraut. Die Vision der architektonischen Erneuerung verfolgt eine klare Linie: Eine sorgsame und dem Denkmalschutz wie dem Naturschutz gerechte Gestaltung soll Hand in Hand gehen mit einer zeitgemäßen Modernisierung, die der Neuinterpretation des Ortes als Kulturstätte – und den mit ihr verbundenen Anforderungen – gerecht wird.

2019

Bauphase

Die Abbrucharbeiten und Umbauarbeiten beginnen. Innen liegende Kamine, alte Hochöfen und der Schornstein werden mit Umsicht abgetragen.

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2023

Bauende und Eröffnung

Das Bergson wird eröffnet.